DSL Verfügbarkeit – warum Deutschland Entwicklungsland ist

logo tarifvergleich deutschlandTräumen auch Sie von einem schnellen DSL-Anschluss? Leider ist es in Deutschland wirklich noch so, dass gerade ländliche Gebiete oftmals so schlecht ausgebaut sind, dass es dort nur sehr langsame Internetverbindungen gibt. Obwohl Deutschland sich gerne als Hightech-Land bezeichnet, sind eine gar nicht so niedrige Zahl der privaten Internetnutzer noch sozusagen im Internet-Mittelalter stecken geblieben. So steht selbst in so mancher deutschen Großstadt kein schnelles VDSL via Glasfasernetz zur Verfügung, was für viele ziemlich frustrierend ist.
Wer dazu noch auf das Netz der Deutschen Telekom angewiesen ist, ist oftmals besonders langsam im Netz unterwegs. Der große Ex-Monopolist bietet zwar schon in vielen Städten DSL über Glasfaser an, allerdings ist die letzte Hürde die Verbindung zwischen dem Verteilerkasten bis zum eigentlichen Anschluss im Haus. Auf diesem letzten Abschnitt erfolgt die Datenübertragung zumeist über herkömmliches Kupferkabel, was die Geschwindigkeit mächtig ausbremst. Je länger dieser letzte Kabel-Abschnitt ist, umso größer sind die Verluste.

Mitanbieter oftmals auf Netz der Deutschen Telekom angewiesen

Leider ist es so, das die Deutsche Telekom als Netzanbieter Mitkonkurrenten wie 1&1 ihre Leitungen “vermietet”, weil diese über kein eigenen Netz verfügen.  Das bedeutet, dass auch diese Anbieter nur Übertragungsgeschwindigkeiten anbieten können, die über diese Leitung machbar sind.
Vodafone zum Beispiel setzt auch auf seine Mobilfunknetze und verspricht Internetnutzern besonders schnelles Internet über ihre Funkmasten des D2-Netzes. In verkehrsschwachen Zeiten mag die versprochene Geschwindigkeit zeitweise erreichbar sein, aber spätestens zur “Rush Hour” ist der Spaß vorbei. Dann teilen sich alle in diesem Funkbereich eingeloggten Nutzer die zur Verfügung stehende Gesamtbandbreite. Die Folge: Jeder bekommt nur einen geringen Teil der Bandbreite ab. Total ärgerlich!

Haben es Kabel-Kunden besser?

Glücklich kann sich schätzen, wer einen Kabelanschluss in seiner Wohnung zu Verfügung hat. Im Kabelnetz geht es bedeutend flotter ins Netz, mit bis zu 400 MBit/s. Das ist im Vergleich zu so manchem Anschluss über das Kupfernetz der Telekom sozusagen Megagalaktisch. Doch auch DSL-Nutzer über Kabel teilen sich die zur Verfügung stehende Bandbreite mit all den Kunden, die im gleichen Verteilerbereich angeschlossen sind.
Ähnlich wie bei einer Wasserleitung kommt bei jedem Anschluss nur das raus, was die anderen gerade nicht verbrauchen. Nutzen nur wenige Kabel-DSL Nutzer ihren Anschluss, dann geht es mit einem Kabelanschluss richtig zur Sache! Voraussetzung, man hat auch die volle Bandbreite gebucht.

Deutschland im internationalen Vergleich:

Wie eingangs bereits erwähnt, ist Deutschland in punkto Internet ein wahres Entwicklungsland. Länder wie Japan oder Südkorea decken bereits heute 35 Prozent bzw. 50 Prozent ihrer DSL-Anschlüsse per Glasfaser ab. In Europa sind Schweden und Norwegen führend im Ausbau. Selbst Frankreich und Italien rangieren noch deutlich vor Deutschland.
Vielleicht kein Wunder, dass Kanzlerin Merkel noch vor gar nicht allzu langer Zeit das Internet als “Neuland” bezeichnete.

Auf eigenständige Versorger setzen

Einige Anbieter haben es geschafft, ein eigenes Netz neben dem der Deutschen Telekom auszubauen. Dazu zählen zum Beispiel MNet in München, Augsburg und Erlangen, oder als großer Anbieter auch NetCologne in Köln.
Selbst kleinere Gemeinden wie Steinpleis bei Zwickau verfügen über ein eigenes schnelles Netz, und das bereits seit vielen Jahren.

Verfügbarkeitsvergleich und Preise

Mit unserem DSL-Verfügbarkeitsvergleich können Sie in wenigen Minuten nicht nur Preise der einzelnen Anbeiter vergleichen, sondern auch Geschwindigkeiten, die bei Ihnen verfügbar sind. Zumeist bieten die DSL-Anbieter Kombipakete an, welche Telefon-Flatrate und Internetflatrate verbinden. Preise bis 50 Euro pro Monat sind da mitunter keine Seltenheit. Bei Business-Anschlüssen wird es oftmals noch teurer.
Aber was würde so mancher Nutzer zahlen, wenn er oder sie doch nur etwas schneller im Netz unterwegs sein könnte – stimmts?
Deshalb unsere Empfehlung: Machen Sie den Verfügbarkeitstest mit unserem DSL-Vergleichsrechner! Der Test verrät auf einen Blick, welche Anbieter und welche Produkte mit welchen Geschwindigkeiten genau an Ihrer Adresse zur Verfügung stehen. So können Sie ganz einfach vergleichen und sich für das bestmögliche DSL-Paket entscheiden!